Durch das ständige Training wurde die Leistung der Truppe in den ersten Jahren nach der Gründung der Abteilung so gesteigert, dass man sich 1954 an den ersten Spielrunden des Verbands beteiligen konnte. Die gegnerischen Vereine waren oftmals weit verstreut und die Organisation der Fahrten recht schwierig. Man machte sich meistens mit Fahrrädern und Motorrädern auf den Weg. Für weiter entfernte Spielorte lieh man sich den VW-Bus der Firma Holstein aus. Die Sitzgelegenheiten darin wurden mit leeren Obstkisten geschaffen und es war oftmals ein recht abenteuerliches Unternehmen.
Als man an einem Turnier in Wangen im Allgäu teilnehmen wollte, stellte ein Eriskircher Bürger, der nicht einmal Mitglied der Tischtennisgilde war, seinen neu hergerichteten Opel P4 zur Verfügung. Nach durchstandenem Turnier und einigen netten Stunden kameradschaftlichen Beisammenseins wollten sich alle auf den Heimweg begeben. Aber welch' ein Schreck, das Fahrzeug war nirgends mehr zu finden! Es wurde von Unbekannten gestohlen und am nächsten Morgen zwischen Wangen und Lindau total ausgebrannt wieder gefunden.
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Vor dem Bau der
Wilhelm-Schussen-Halle fand die Abteilung nur in Gasträumen und
Hinterzimmern der Lokale, wie den "Vier Jahreszeiten" in Dillmannshof, dem
"Adler" in Mariabrunn, dem "Anker" oder der "Rose" in Eriskirch,
Trainingsmöglichkeiten. Das Bild zeigt die alte Rose, einen Tag vor ihrem
Abriß im Frühjahr 1985. Nachdem die damaligen Kämpfer, wie Karl Fischer, Fritz Müller, Emil Rauber und Frau sowie Hermann Fischer, heute noch glänzende Augen bekommen, wenn man diesen Spielort erwähnt, muss da wohl etwas besonderes los gewesen sein (die Wirtin und ihr Töchterlein ...). |
Trotz der vielen Schwierigkeiten bei den Trainingsmöglichkeiten und den Fahrten zu den Spielen entwickelte sich die Abteilung immer weiter. Auch Damen fanden schließlich Gefallen am Tischtennissport und der Zustrom von Jugendlichen wurde ebenfalls immer größer. Die allgemeine Spielstärke war nun so gesteigert, dass die erste Herrenmannschaft 1962 den Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte, in der sie sich überraschend gut hielt. Doch 1964 stand die Abteilung plötzlich vor der traurigen Tatsache, keine Trainingsmöglichkeiten mehr zur Verfügung zu haben und man war gezwungen, den gesamten Spielbetrieb einzustellen.
Als dann 1968 der Bau der Wilhelm-Schussen-Halle in Aussicht stand, taten sich einige alte Kämpfer, darunter Richard Oßmann als Initiator, wieder zusammen, um im Saal des Gasthofs "Vier Jahreszeiten" in Dillmannshof wieder zu spielen. In der folgenden Zeit hat sich dann die Abteilung Tischtennis zu einem recht leistungsstarken, in der Region sehr bekannten und erfolgreichen Verein entwickelt. (rr) (kh)